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Öffentliche Anhörung zum Thema „Schulverpflegung“: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) im Bundestag

„Mit dem 2007 entwickelten und 2011 in dritter Auflage erschienenen „DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung“ ist die wissenschaftliche Grundlage für eine ernährungsphysiologisch ausgewogene Schulverpflegung in Form eines praxisorientierten Handlungsleitfadens vorhanden. Der Fokus muss nun verstärkt auf die professionelle Umsetzung vor Ort gelegt werden, da diese derzeit noch erhebliche Defizite aufweist.“ So lautete das Plädoyer von Dr. Margit Bölts, Leiterin des Referats Gemeinschaftsverpflegung und Qualitätssicherung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) in der Öffentlichen Anhörung zum Thema „Schulverpflegung“ des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Deutschen Bundestag am Mittwoch, den 30. November 2011.

„Dabei darf Schulverpflegung – und dies bezieht sich nicht nur auf die Angebote der Mittagsverpflegung sondern auch auf jenes der Zwischenverpflegung, das von einem steigenden Teil von Schülerinnen und Schüler als „erstes Frühstück“ genutzt wird -  nicht als reine Organisationsfrage bzw. -aufgabe gesehen werden, sondern Schulverpflegung muss von den Verantwortlichen als Chance begriffen werden, den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schulen zu unterstützen“, so das Plädoyer von Dr. Bölts weiter.

Ausblick

„Um gemeinschaftlich dieses Ziel erreichen zu können ist es notwendig, länder- und parteiübergreifend in einem Gremium an der Lösung dieser Probleme zu arbeiten - in Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Praxis, wie Caterer, Lebensmittelindustrie und Lebensmittelhandel. Hierbei müssen die Grundlagen für bundeseinheitliche Strategien, Strukturen und einheitliche Konzepte zur Qualitätsoptimierung und –sicherung der Schulverpflegung geschaffen werden, damit ohne Ausnahme in Deutschland eine Verpflegung nach dem „DGE-Qualitätsstandard für Schulverpflegung“ angeboten wird“, so das Statement von Dr. Bölts abschließend.

Die Öffentlichen Anhörung im Deutschen Bundestag und den Artikel dazu finden Sie undefinedhier.