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Lebensmittelunveträglichkeiten

Viele Menschen leiden an Allergien und/oder Unverträglichkeiten. Neben den häufig verbreiteten Pollenallergien treten immer öfter auch Unverträglichkeiten gegenüber Lebensmitteln auf.

Lebensmittelunverträglichkeiten sind laut Defintion alle nachteiligen Reaktionen nach dem Verzehr von Lebensmitteln und werden wie folgt eingeteilt:

  • toxische Reaktionen

  • Hypersensitivität

  • Allergische Reaktion (auf natürliche Inhaltsstoffe von Lebensmitteln. Der Auslöser ist das sogenannte Allergen):
    • Häufig im Kindesalter: Hühnerei, Kuhmilch, Weizen, Soja, Erdnuss, Haselnuss
    • Häufig im Erwachsenenalter: pollenassoziierte allergische Lebensmittelunverträglichkeit (Haselnuss, Sellerie, Apfel, Karotte, Erdnuss, Hülsenfrüchte, Kräuter, Gewürze) sowie Fisch und Schalentiere
    • Nickelallergie (nickelreiche Lebensmittel: Kakaoprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide, Blumenkohl, Chinakohl, Brokkoli, Muscheln, Bier, Wein)
    • Zöliakie = immunologisch bedingte Systemkrankheit mit lebenslanger Unveträglichkeit gegenüber Gluten (Kleberprotein in Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Grünkern, Urkorn, Triticale)

  • Nicht-allergische Reaktion (auf Zusatzstoffe, Aromastoffe, biogene Amine)

  • Psychosomatische Reaktion

  • Enzymdefekt (Laktoseintoleranz = Milchzuckerunverträglichkeit)

  • Malabsorption (Fruktosemalabsorption = gestörte Fähigkeit des Dünndarms Fruchtzucker aufzunehmen)


Nicht jede Unverträglichkeit ist eine Allergie

Nur 1 - 2,4 % der Erwachsenen und 6 - 7 % der Kinder leiden an einer „echten“ Allergie. Bei einer Allergie kommt es zu einer Reaktion des Immunsystems. Natürliche, harmlose Inhaltsstoffe von Lebensmitteln (reine Proteine oder Glykoproteine) lösen eine IgE-Antikörper-Reaktion aus.

Folgende Symptome können auftreten:

Organ

Symptome

Haut

Rötungen, Juckreiz, Quaddeln, Ekzeme

Mund- und Rachenraum

Schwellungen der Lippen, Schluckbeschwerden, Kratzen im Hals

Atemwege


Niesen, Fließschnupfen, Husten, Asthma, Atembeschwerden

Herz-Kreislauf-System

Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrasen, Kreislaufzusammenbruch, anaphylaktischer Schock

 

Nicht allergische Überempfindlichkeiten werden als Lebensmittelintoleranzen bezeichnet. Der Körper reagiert in idesem Fall auf bestimmte, in Lebensmitteln enthaltene Stoffe in Abhängigkeit von der Dosis. Die Symptome sind ähnlich wie bei Allergien, aber das Immunsystem ist nicht beteiligt.