Durchführung der Hygieneschulung

Über die Art und Weise der Durchführung von Hygieneschulungen sind weder in der europäischen Verordnung über Lebensmittelhygiene noch im Infektionsschutzgesetz (IfSG) Hinweise ausgeführt. In der LMHV werden zwar Fachkenntnisse auf Sachgebieten genannt, dennoch fehlen auch hier Beschreibungen über die Durchführung. Die aufgeführten Sachgebiete sollen in der Form vermittelt werden, dass die Tätigkeiten und die Erfahrungen der Mitarbeiter berücksichtigt werden. Es kommt darauf an, dass die im Betrieb gültigen hygienerelevanten Anweisungen und Regeln trainiert und eingehalten werden. Denn die Kenntnisse über Lebensmittelhygiene sollen Hygienemängeln vorbeugen und zur Sicherheit von Lebensmitteln beitragen.

DIN 10514 als Handlungsanleitung

Die Erfüllung der Schulungspflichten kann demnach individuell gestaltet werden. So kann eine Gesprächsrunde im kleinen Kreis die Schulungspflicht erfüllen. Dabei ist jedoch daran zu denken, dass die Inhalte der Hygienebesprechung schriftlich mit Unterschrift der teilnehmenden Personen bestätigt werden. In diesem Zusammenhang soll darauf hingewiesen werden, dass die DIN 10514 praktische Anleitungen zur Durchführung von Hygieneschulungen beinhaltet, welche beim Beuth Verlag zu beziehen ist. Sie gelangen hier zur undefinedInternetseite des Beuth Verlages.

Hygienebewusstsein als Chance

Die Erfüllung der Schulungspflichten sollte als Chance verstanden werden, denn die Kontrollhäufigkeit und -intensität der betrieblichen Hygienemaßnahmen in der täglichen Praxis kann maßgeblich reduziert werden, wenn der Mitarbeiter weiß und verstanden hat, warum er was und wie zuverlässig einzuhalten hat. Die Folgen der Nichteinhaltung müssen allen Beteiligten in der Schulverpflegung klar sein. Denn bereits ein Streitfall kann die Existenz der Einrichtung gefährden.

Darüber hinaus schaden Reklamationen oder negative Presse aufgrund festgestellter Hygienemängel den guten Ruf bzw. im extremen Fall sogar die Existenz der einzelnen Schule.