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Frühstück und Zwischenverpflegung

Frühstück und Zwischenverpflegung leisten bei optimaler Auswahl der Lebensmittel einen wichtigen Beitrag zur täglichen Nährstoffzufuhr. 

Gerade für Schülerinnen und Schüler ist ein vollwertiges Frühstück wichtig, um die Energiereserven, die über Nacht geleert wurden, aufzufüllen und gestärkt in den Tag zu starten. Konzentrationsmangel und Leistungstiefs lassen sich durch ein zweites Frühstück in der Schule und durch ausreichendes Trinken vermeiden.

Frühstück und Zwischenverpflegung sollten idealerweise aufeinander abgestimmt sein: Schülerinnen und Schüler, die Zuhause reichlich frühstücken, brauchen eine weniger gehaltvolle Pausenverpflegung, während die "Wenig-Frühstücker" eine üppiger bestückte Brotdose benötigen.

Die Pausenverpflegung sollte individuell gestaltet werden und die Wünsche des Schülers nach Art und Menge des Frühstücks berücksichtigen. Mit den folgenden Tipps können Eltern mit wenig Aufwand für ausgewogene und leckere Zwischenmahlzeiten sorgen:

  • Als Pausenmahlzeit eignet sich beispielsweise Vollkornbrot oder -brötchen, dünn bestrichen mit Butter, Margarine oder Frischkäse, belegt mit fettarmer Wurst, z. B. Bierschinken, Kasseler, Kochschinken, Lachsschinken, Putenbrust-Aufschnitt oder Hart- oder Schnittkäse mit max. 50 % Fett i. Tr., z. B. Appenzeller, Bergkäse, Butterkäse, Camenbert, Edamer, Gouda, Mozzarella, Tilsiter oder vegetarischem Brotaufstrich z. B. mit Aubergine, Kräuter, Paprika oder Tomate.
  • Zur Zwischenverpflegung gehören immer frisches Gemüse und Obst nach Saison wie Paprika, Möhren, Radieschen, Cocktailtomaten, Kohlrabi, Gurken, Apfel, Birne, Aprikose, Pfirsich, Weintrauben, Beeren, Kirschen, Kiwi, Mandarinen, Ananas. Mundrecht geschnitten werden sie bei Kindern und Jugendlichen zum beliebten Fingerfood. Abwechslung in die Frühstücksbox bringen ab und zu Nüsse und Trockenobst.
  • Schüler können auch ein ungesüßtes Müsli essen. Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Trinkmilch oder ungesüßte Mixgetränke eignen sich als Zwischenmahlzeit, sind aber keine Durstlöscher.
  • Zum Durstlöschen sollte ausreichend Flüssigkeit in Form von energiefreien oder -armen Getränken wie Wasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees zur Verfügung stehen. Zuckerhaltige Getränke wie Limonaden und Nektare enthalten viel Zucker und stillen den Durst nicht wirklich. Sie liefern viel Energie, sättigen aber nicht. Das kann zur Entstehung von Übergewicht beitragen.
  • Die Zwischenverpflegung lässt sich abwechslungsreich gestalten, indem zwischen Brotsorten, dem Belag sowie je nach Saison das Gemüse und Obst variiert wird. Kresse, Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum beispielsweise geben den Pausenbroten die richtige Würze.
  • Süßigkeiten wie Schokoriegel, süße Aufstriche, Gebäck oder Fruchtgummis sind keine empfehlenswerten Zwischenmahlzeiten. Sie enthalten viel Energie in Form von Fett und/oder Zucker und wenig Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Süßes lässt den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen, er fällt rasch wieder ab und sinkt sogar unter das Normalniveau. Es kommt zu einem Leistungstief. Mit Vollkornprodukten werden konstante Blutzuckerwerte erreicht. Das Gehirn wird kontinuierlich und länger versorgt.

Schulkiosk/Cafeteria

In vielen Schulen wird eine Zwischenverpflegung in Bistros, Kiosken, Cafeterien oder durch Automaten angeboten.  Der DGE-Qualitätstandard für die Schulverpflegung definiert auch für diesen Bereich Qualitätskriterien für die Lebensmittelauswahl.  Die Anforderungen werden in der PREMIUM-Zertifizierung geprüft und müssen vom Bereitsteller des Angebotes, egal ob Hausmeister, Schüler, Eltern oder Caterer erfüllt werden.

Optimalerweise sollte der Schulkiosk zur Mittagszeit geschlossen sein, um keine Konkurrenz zur Mittagsmahlzeit darzustellen. Bleibt er dennoch geöffnet, sind keine warmen Gerichte anzubieten.

Ein Ausnahme bildet da das Snackangebot an weiterführenden Schulen, die sich an den Kriterien der DGE für einen gesundheitsfördernden Snack orientieren. Diese Art des Angebotes richtet sich vor allem an Jugendliche, die entweder abends mit der Familie die warme Hauptmahlzeit einnehmen und daher Mittags nicht soviel essen möchten, oder die der Verzehr eines "coolen" Snacks mit Freunden ihren Vorlieben nach schneller, unkomplizierter Nahrungsaufnahme entgegen kommt. Dabei werden auch Trends wie vegane und vegetarische Gerichte aufgegriffen und das leichte Transportieren von "to-go"-Speisen berücksichtigt.