Dienstag, 24.02. 2026
Kita,
Neuer Beitrag

Studie zur Zukunft von Landnutzung und Ernährung in Deutschland

Die Land- und Forstwirtschaft in Deutschland kann gleichzeitig zu Ernährungssicherheit, einer starken Bioökonomie und zentralen Nachhaltigkeitszielen beitragen.

© auremar – stock.adobe.com

Mit einer neuen Studie zeigt Agora Agrar neue Wege zu einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft auf. Ein zentraler Hebel ist eine nachhaltige und gesunde Ernährung, mit Kita- und Schulessen als wichtigem Beitrag. Dafür schlagen die Fachleute ein Bundesprogramm Kita- und Schulverpflegung vor.
Deutschland kann bis 2045 seine Netto-Agrarimporte deutlich reduzieren – auf die Fläche bezogen von vier auf eine Million Hektar - und zugleich seine landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen um 60 Prozent senken. In der Studie wird aufgezeigt, mit welchen politischen Maßnahmen das gelingt und dass Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit in der Land- und Forstwirtschaft vereinbar sind. 
Dem Agora-Szenario zufolge werden zudem mehr Biomasse als bisher für die Bioökonomie und genug Lebensmittel für eine gesunde Ernährung bereitgestellt. 
Um dieses Potenzial zu realisieren, braucht es eine Politik, die eine nachhaltigere Nachfrage in der Ernährung und der Bioökonomie fördert und Gemeinwohlleistungen der Land- und Forstwirtschaft honoriert.
„Investitionen und Innovationen sind wichtig für eine starke Land- und Forstwirtschaft. Voraussetzung dafür ist Planungssicherheit durch eine langfristig verlässliche, evidenzbasierte Politik, die öffentliche Mittel effizient einsetzt und Wettbewerbsfähigkeit sowie Nachhaltigkeit stärkt”, sagt Harald Grethe, Direktor von Agora Agrar.


Bundesprogramm Kita- und Schulverpflegung

Zu den Maßnahmen mit hohem Wirkungspotential nennt die Studie ein Bundesprogramm für eine gesundheitsfördernde, nachhaltige und sozial gerechte Kita- und Schulverpflegung . Die verpflichtende Anwendung der DGE-Qualitätsstandards, die Erhöhung des Anteils besonders nachhaltig produzierter Lebensmittel und die Verbesserung der organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen in Kitas und Schulen beschreiben die Fachleute als zentrale Ziele eines solchen Programms, das ressortübergreifend ausgestaltet werden sollte. Sie fordern dafür investive Maßnahmen und eine wissenschaftliche Evaluierung. Eine weitere Maßnahme könnte die Einrichtung kommunaler „Servicestellen Ernährung“ sein, die regionale Wertschöpfungsketten ausbauen und Kommunen bei der Verankerung ernährungspolitischer Strategien strukturell stärken. 


Quelle: https://www.agora-agrar.de